Tiergestützte Therapie

Was ist tiergestützte Therapie?

Bei tiergestützten Behandlungen werden speziell ausgebildete Hunde eingesetzt. Der Hund (Co-Therapeut) arbeitet immer mit seinem Hundeführer zusammen, der einen medizinischen Beruf erlernt hat. Der Hund wird daher als Therapiebegleithund bezeichnet. Er dient als Medium, um die Behandlung der Erkrankung/Behinderung des Patienten zu erleichtern, angenehmer zu Gestalten und zu motivieren.

Therapeut und Hund bilden zusammen das Therapiebegleithunde-Team.

Der Ergotherapeut entscheidet hinsichtlich der Zielsetzung der Behandlung wann und mit welchen Übungen der Hund zum Einsatz kommt.
In den vergangenen Jahren wurde tiergestützte Therapie immer bedeutungsvoller. Durch neuste Erkenntnisse wurde deutlich, dass Tiere für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Einschränkungen sehr wichtig sind. Sie bringen Menschen zum Lachen, geben neuen Lebensmut und regen längst verloren geglaubte Fähigkeiten an.

Wie kann tiergestützte Therapie helfen?

  • durch den Hund können Bedürfnisse besser angesprochen werden
  • der Hund regt zur Kommunikation an
  • der Hund wird als Motivator eingesetzt
  • durch seine neutrale Stellung vermittelt er keinen Leistungsdruck und Kinder werden schneller zum Lernen angeregt
  • physische und psychische Defizite können durch einen Therapiebegleithund „verpackt“ beübt werden

Was ist ein Therapiebegleithund?

Ein Therapiebegleithund unterstützt / begleitet eine Aktivität. Durch seine spezielle Ausbildung, seine Fähigkeiten und seine spezielle Eigenschaft hat er einen besonderen Zugang zum Menschen. Voraussetzungen für einen Therapiebegleithund sind eine gute Sozialisierung und eine große Portion Gelassenheit. Er kennt verschiedene Geräusche, Bewegungen, Behinderungen und untypische Verhaltensweisen. Des Weiteren sind ihm Gehhilfen, Rollstühle usw. bekannt und verursachen keine Verunsicherungen. Ein Therapiebegleithund wird eingesetzt bei Kindern und Jugendlichen mit körperlichen und psychischen Einschränkungen und bei Menschen mit Bedarf an Rehabilitation nach Erkrankungen oder Unfällen.

Einsatzmöglichkeiten tiergestützter Therapie

  • Förderung der Kommunikation und Wahrnehmung
  • Konzentration und Merkfähigkeit
  • Selbstsicherheit und Verantwortungsgefühl
  • Förderung des Sozialverhaltens und des Lernvermögens
  • Erlernen von Akzeptanz und Regeln
  • Anregung von selbstmotiviertem Handeln
  • Förderung der Grob- und Feinmotorik
  • Allgemeine Entwicklungsstörungen
  • Angstverhalten gegenüber Hunden
  • Vermitteln und Akzeptanz von Nähe
  • Ruhe und Entspannungsübungen
Therapiehund Lotte

Therapiehund Lotte

  • Geboren: 07. August 2011
  • Rasse: Magyar Vizsla
  • Eigenschaften: kontaktfreudig, liebevoll, intelligent, aufmerksam, sensibel
  • Zertifiziertes Therapiebegleithunde-Team mit Sarah Lis seit November 2012